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Love Life - Die Gesundheitsgruppe des Peer-Leader int. Projektes

 

 

 

 

In einer Region in der Drogenkonsum zum Alltag von Eltern, Lehrern und Polizeibeamten gehört, ist es nicht verwunderlich, dass auch Jugendliche viel zu früh in Kontakt mit der Szene geraten und selber Drogen jeglicher Art konsumieren. Halluzinogene sind teilweise legalisiert und durch den Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten wird der Konsum von Rauschgiften noch zusätzlich verstärkt.

 

Es ist ein Leben in den Tag hinein. Wer denkt schon an morgen? Immer wieder hört man: „Du musst im Hier und Jetzt leben“. Die Folge sind Frühschwangerschaften, HIV/AIDS und teilweise hoffnungslose Perspektivlosigkeit.

 

Während das Peer-Leader Projekt mit Umwelt, Kultur – und neuerdings auch mit Sportprojekten versucht Alternativen aufzuzeigen, arbeitet die Gesundheitsgruppe (LOVE LIFE – Liebesleben / Liebe das Leben!) stark im Präventionsbereich. Die Teilnehmer lernen selber über Themen wie Drogen und AIDS und nehmen Kontakt zu HIV-Infizierten und AIDS-Patienten auf um aus erster Hand zu lernen. Mit dem gewonnenen Wissen gehen die Jugendlichen mit beachtlichem Engagement auf andere Jugendliche zu und konfrontieren diese ganz offen mit den Folgen ihres unbedachten Handelns – ganz im Sinne der Peer-Leader Idee: Jugendliche werden zu Multiplikatoren in ihrer eigenen Altersklasse.

 

Ein großer Erfolg der Gruppe hat sich bereits in der wachsenden Teilnehmerzahl geäußert. Aus der Gruppe, in der wir mit 5 Schülern begonnen haben ist mittlerweile eine Gruppe aus über 20 aktiven Jugendlichen Peer-Leadern gewachsen.

 

 

Love Life Workshoptour 2010

28. Mai 2010 

 

Seit Beginn des neuen brasilianischen Schuljahres Ende Februar 2010 arbeitet die Love Life Gesundheitsgruppe an einer Workshoptour zur Prävention von HIV/AIDS, Frühschwangerschaften und Drogenkonsum.

 

Die Gruppe will Schülern der eigenen und auch fremden Schulen in moderner Sprache die Gefahren von Drogenkonsum und ungeschütztem Geschlechtsverkehr aufzeigen und gleichzeitig für Unterstützung und Verständnis den betroffenen Personen gegenüber appellieren.

 

Für jedes einzelne der Themen wurde von den Jugendlichen, in Begleitung einer engagierten Schulspychologin, ein 3,5 stündiger Workshop erarbeitet. Neben einem großen informativen Teil, beinhalten alle Workshops auch einen dynamischen, spielerischen Teil.

 

Der erste Testlauf ist Anfang Mai gestartet und soll allgemeine Eindrücke über die Aktualität der Themen unter den Jugendlichen, den allgemeinen Wissensstand der angesprochenen Altersklassen, die Annahme der Informationen und die Form der Präsentationen liefern.

 

In einem zweiten Schritt sollen die während des Testlaufes gesammelten Erfahrungen in den Workshops eingearbeitet werden, bevor das Projekt in einem dritten Schritt an einem anderen großen Colégio in der nächsten Stadt Resende vorgestellt wird. Ziel ist es interessierte und engagierte Jugendliche in umliegenden Regionen dazu anzuregen sich über die genannten Themen eigenständig weiter zu informieren und eventuell selber aktiv zu werden.

 

 

 

 

 

Aufklärungsworkshop zum „Welt-Aids-Tag 2009“ im Colégio

 

Nachdem die Love-Life Gruppe in der zurückliegenden Zeit ihre Arme weit ausgebreitet hat, um ein Netzwerk für Gesundheitsaufklärung und HIV/AIDS Prävention von Gesundheitseinrichtungen und Freiwilligen der Region aufzubauen, hat diese Woche etwas später als geplant der erste Präventionsworkshop im Colégio in Mauá stattgefunden.

 

Gemeinsam mit zwei Ärztinnen der örtlichen Gesundheitseinrichtung, präsentierte sich die Gruppe und ihre Arbeit und stellte in Aussicht, dass Aufklärungsworkshops im kommenden Jahr monatlich in der Schule stattfinden werden.

 

Wichtig war der Schritt aus dem kleinen Tagungsraum der Peers heraus in die Öffentlichkeit. Dazu eignet sich im Moment noch der Einsatzort Schule – da die Jugendlichen hier noch ein wenig experimentieren können, bevor sie fremde Personen in der Gemeinde über solch heikle Themen informieren werden.

 

Allerdings hat sich auch gezeigt, dass gerade die Zielgruppe Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren erschreckend wenig Respekt zeigte, als über den Gebrauch von Verhütungsmittel diskutiert wurde. Es war eine Mischung aus Langeweile und Desinteresse, mit dem viele der Jugendlichen dem Vortrag folgten – eine Erkenntnis, die uns bei der weiteren Arbeit viel helfen wird. Als nämlich eine der beiden Ärztinnen den Jugendlichen mit eindrucksvollen Bildern die Bedeutung von einigen sexuell übertragbaren Krankheiten demonstrierte, wirkten viele der anwesenden Schüler schockiert und beeindruckt.

 

Während einige Schüler den Raum bereits vor dem Ende der Veranstaltung verließen, blieb gegen Ende doch eine fast erstaunlich große Menge an Teilnehmern, um sich das kostenlos zur Verfügung gestellte Informationsmaterial einzustecken – und auch in die Box mit Präservativen zu greifen.

 

Mit ein paar eindrucksvollen Worten verabschiedeten sich die Dozenten von den Anwesenden: „Wer sich beim Geschlechtsverkehr schämt seinen Partner zu bitten zu verhüten und sich nicht traut offen über bestehende Gefahren zu reden  - der ist noch nicht bereit sein Sexualleben zu beginnen, denn Geschlechtsverkehr ist nur etwas für Jugendliche mit Verantwortungsbewusstsein und Respekt.“

 

Es lässt sich zusammenfassen, dass der Workshop als erster einer ganzen Reihe noch viele Erkenntnisse ergeben hat, die uns im nächsten Jahr, wenn nach den Ferien die monatlichen Aufklärungsworkshops anlaufen werden, dabei helfen können  noch effektiver zu arbeiten – und noch näher an die Zielgruppe Jugendliche heranzukommen.

 

 

 

Arbeitsbericht - Mittwoch, 25. November 2009

 

Morgen ist Welt-Aids-Tag 2009. In der letzten Zeit bereiteten wir uns in der Love-Life Gruppe auf einen Aufklärungsworkshop vor, den wir gemeinsam mit Ärzten der örtlichen Gesundheitsstelle zusammen ausrichten werden.

 

Um den jugendlichen Projektteilnehmern einen realistischen Eindruck davon zu vermitteln, was es bedeutet mit dem HI-Virus zu leben hatten wir für die letzte Sitzung einen Patienten eingeladen, der eindrucksvoll und ohne Scham über sein Leben mit dem Virus berichtete. Es hat geholfen sich wieder einmal auf den Sinn unserer Arbeit zu besinnen andere Jugendliche vor einem Schicksal wie Sr. Gordoie es erfahren hat, zu bewahren – denn nicht jeder hat so viel Glück wie er, sagt er.

Es war ein trauriges Leben, dass der heute 53-Jährige Senhor Godoie beschrieb, als er in dem  Peer-Leader Seminarraum an einem kleinen Tisch saß um den sich knapp 15 junge Menschen gedrängt hatten, um seiner Geschichte zu lauschen.

 

 

Der magere Mann mit den tiefen Augenhöhlen erzählte von seinem Leben auf der schiefen Bahn – von verlorenen Chancen und von einer unglaublichen Drogenkarriere, die später zu seiner Infektion mit dem tödlichen HI-Virus führte.

 

 

Eine versehentlich vertauschte Heroinspritze war schließlich der Auslöser für die Ansteckung erzählt er nüchtern. Auf die Frage wie er mit dem Ergebnis seines HIV-Testes reagiert hatte antwortete er, dass er es schon befürchtet hatte, bevor er den Test hatte machen lassen. Den Test hatte er ein paar Monate nach dem Tod seines Cousins gemacht, der an AIDS gestorben war. Die Wahrheit jedoch, hat ihn völlig verzweifeln lassen und trieb ihn beinahe in den Suizid. Den Versuch sich mit einer Überdosis Kokain das Leben zu nehmen nahm er mit einem alten Filmrekorder auf – als Zeichen seiner Verzweiflung. Dass er diesen Akt überlebte verdankt er dem Umstand, dass sein Körper bereits nach der Hälfte der Injektion, die er sich in die heute stark vernarbte Armbeuge gespritzt hatte, völlig kollabierte und somit nicht die gesamte Dosis in seinen Körper gelangte.

 

Das Filmmaterial benutzt er heute um Präventionsarbeit zu leisten. Auch veröffentlichte er Jahre später den Ausschnitt der Injektion auf einem Kurzfilm-Festival in Rio de Janeiro.

 

Nach dem Bekanntwerden seiner Infektion, berichtet der Mann, wendeten viele Leute von ihm ab und selbst gute Bekannte, ließen ihn von heute auf morgen nicht mehr in Kontakt mit ihren Kindern treten. Ein typisches Bild von Reaktionen, die aus Unwissenheit und fehlender Solidarität bei den Menschen einstellen.

 

Heute muss Sr. Godoie morgens und abends Medikamenten-Cocktails zu sich nehmen, um die HI-Viren daran zu hindern sich in seinem Körper auszubreiten. Trotz vieler Einschränkungen und der vielen schrecklichen Erinnerungen, die sich in seinem Gedächtnis eingebrannt haben, schätzt er heute das Leben und gab den Jugendlichen noch ein paar Worte mit auf den Weg, die bei der Arbeit am Welt-Aids-Tag helfen werden, motiviert und sicher vor anderen Jugendlichen gegen das Vergessen zu appellieren und über die Folgen einer Infektion mit dem fatalen Virus aufzuklären.

 

 

 

 

 

Love Life Arbeitsbericht – Mittwoch 18. November 2009

 

Öffentlichkeitsarbeit wird jetzt GROß geschrieben. Am 01. Dezember ist Weltaids-Tag und die Peer-Leader der Love Life-Gruppe setzen ein Zeichen.

 

"WER ETWAS GEGEN DAS VERGESSEN TUN WILL, KANN NICHT IMMER IN SEINEM KLEINEN SEMINARRAUM SITZEN BLEIBEN – SONDERN MUSS RAUS UND OFFENSIV SEIN."

 

In den vergangenen Wochen haben wir immer wieder Kontakt zu örtlichen Gesundheitseinrichtungen aufgenommen um unsere Arbeit zu präsentieren. Ziel war und ist, eine Zusammenarbeit der örtlichen Gesundheitseinrichtungen mit der Love Life Gruppe aufzubauen um gemeinsam in die Öffentlichkeit zu treten und aufmerksam zu machen.

 

Anlässig des Weltaids-Tages ist ein Informationsworkshop entwickelt worden, zu dem nicht nur Schüler des Colegios, sondern Eltern, Freunde und Verwandte eingeladen sind. Hier zeigen sich hoffentlich die positiven Seiten des engen Beieinanderwohnens. Die Mund-zu Mundpropaganda soll hier neben vielfach kopierten Flyern weiterhelfen.

 

Zusammen mit Fachärzten werden wir einen Tag lang die sonst verschlossenen Türen des Colegios öffnen und gemeinsam über die Folgen des Vergessens und Verdrängens von Themen wie HIV/AIDS und Frühschwangerschaften aufklären.

 

Aktuelles

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Sonntag, 25. Juli 2010

 

Brasilien:

 

Zurück in Deutschland...

Quartalsbericht Nr. 4

(Bericht von Nico online)

 

Neue Impressionen aus Mauá/ Der Berg ruft...

(Fotos von Nico online)

 

Love Life Workshoptour

(Bericht von Nico online)

 

Adventure Camp 2010

(Kurzgeschichte von Nico online)

 

Quartalsbericht Nr.3

(Bericht von Nico online)

 

 

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Samstag: 15. Mai 2010

 

Südafrika:

 

Neuer Bericht und Bilder von Nadia

 

 

 


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